Vom «Zivilhospiz» zum «Centre intégré pour personnes âgées»

Im Jahre 1880 offenbarte Dechant Jacob Hippert den Wunsch, den armen und kranken Menschen seiner Pfarrei eine angemessene Betreuung zu ermöglichen. Dank seines Einsatzes und dem des Gemeinderates konnten drei Betreuerinnen herbeigerufen werden. Es handelte sich um drei Schwestem, die dem Elisabeterinnenorden angehörten. Die Schwestern hatten jedoch noch kein eigenes Zuhause. Sie mussten sich damit begnügen, in ihnen zur Verfügung gestellten Wohnungen zu leben. Darüber hinaus votierte der Gemeinderat einen jährlichen Beitrag, um diese dringend nötige Betreuung zu unterstützen!

Im Jahre 1883 ließ Fräulein Pauline Augustin letzteren ein Haus, gelegen in der „Mâchergaas", errichten. Da jenes Haus jedoch zu klein war, um als Hospital verwendet zu werden, wurde es von den Schwestern, die die Krankenpflege in den Häusern der Kranken ausübten, als Wohnung benutzt.

Im Jahre 1896 verfiel das Haus durch Testament an die Gemeinde. Letztere verpflichtete sich dazu, ein Hospital für die armen Kranken zu errichten, und somit wurde am 27.09.1897 eine Verwaltungskommission ins Leben gerufen.

Aus Platzmangel kam der Wunsch auf, ein neues, größeres Gebäude zu errichten, welches der intensiven Krankenpflege gerechter werden sollte. Um die Gemeindekasse nicht allzu sehr in Anspruch zu nehmen, fasste man den Entschluss einen „Hospital-Bau-Verein' zu gründen, welches vor allem der Verdienst des Schöffen Franz Moes war. Jener Verein wurde am 06.01.1911 unter Bürgermeister Faber gegründet. Die Idee eines neuen Hospitals fand regen Anklang bei Madame Vetter Eugene, welche sich dazu entschied, dem „Hospital-Bau-Verein" ein Grundstück nebst ihrer Villa zu schenken. Des weiteren übernahm sie großzügiger Weise den Grossteil der Baukosten.

Haus history

Am 12.04.1912 beschloss man in einer Sitzung des Verwaltungsrates den Bau eines neuen Hospitals. Mit der Erstellung der Pläne wurde der Architekt Kraetzer aus Diekirch beauftragt. Noch im selben Jahr fing Unternehmer Wilhelm Greven mit den Bauarbeiten an, jedoch konnte das ganze Projekt nicht durchgeführt werden. Ein Vertrag betreffend der Führung des Hauses sowie Krankenpflege wurde am 24.05.1914 zwischen der Verwaltungskommission und dem Orden der Schwestern der heiligen Elisabeth abgeschlossen. Die Eheleute Lamort-Velter drängten den Verwaltungsrat zur definitiven Fertigstellung des Baus welcher am 04.02.1928 einstimmig den Ausbau beschloss.

Wiederum übemahm die Familie Lamort-Velter die Kosten unter der Bedingung, dass im Anbau eine Kapelle und ein Versamm- Iungssaal integriert werden. Die Fertigstellung erfolgte 1931 und schraubte die Bettenzahl auf 81 herauf. Noch vor Ausbruch des 2. Weltkrieges baute man die ehemaligen Gerbereien sowie umliegendes Weinland zu Kellern, Wäscherei und Stallungen aus. Im Jahre 1946 wurde die Muttergottesgrotte, auch „Lourdesgrotte" genannt, im Park erbaut. Bis dahin war man dem Wunsch von Frau Lamort-Velter, eine Kapelle und einen Festsaal zu bauen, noch nicht nachgekommen. 


Im Jahre 1961 wurde dann eine Wohnung für den Aumönier des Hospitals gebaut, und vier Jahre später wurden sowohl die Kapelle als auch der Festsaal fertig gestellt. Die Verwaltungskommission votierte im Jahr 1969 den Neubau. Dieser Aufbau des Hospitals brachte 28 neue Betten mit sich. Im Jahre 1974 wurde jener Bau fertig gestellt. Währenddessen hatte man im Hause des Dr. Francois Risch noch 16 zusätzliche Betten eingerichtet. Somit konnte man ungefähr 125 armen und kranken Menschen helfen. Es sei noch zu erwähnen, dass das bestehende Hospital und der „Neubau" unterirdisch miteinander verbunden sind.